
Zu Gast bei André in Nordwalde
Heute sind wir zu Gast bei André in Nordwalde. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden wird zunächst das Protokoll der letzten Versammlung verlesen und von den anwesenden Mitgliedern genehmigt. Da keine weiteren Anträge oder Eingänge vorliegen, wenden wir uns den aktuellen Themen aus der Kaninchenzucht zu.
Ein Schwerpunkt der Diskussion ist der Umgang mit älteren Zuchttieren. Dabei wird deutlich, dass einige Züchter ihren bewährten Kaninchen nach mehreren Jahren in der Zucht ein „Gnadenbrot“ gewähren und sie ihren Lebensabend im Stall verbringen lassen. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass sich RHD nach dem Tod eines Tieres häufig nur schwer nachweisen lässt und entsprechende Untersuchungen mit hohen Kosten verbunden sind.
Auch das Thema Tiergesundheit nimmt breiten Raum ein. Mehrere Züchter berichten von Problemen mit Kokzidien, die Durchfallerkrankungen verursachen und teilweise zu Tierverlusten führen. In diesem Zusammenhang wird auf spezielles Futter mit einem Kokzidiose-Mittel hingewiesen, das von einigen Züchtern einmal jährlich vorbeugend eingesetzt wird.
Im Anschluss informiert die Versammlung über Änderungen im Standard. Zwergkaninchen ohne Zwergfaktor, also Hermelin und Farbenzwerge, werden künftig in zwei Typen mit unterschiedlichen Gewichts- und Ohrenlängenvorgaben bewertet. Zuchtgruppen dürfen jedoch ausschließlich aus Tieren desselben Typs zusammengestellt werden.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist die Fütterung der Kaninchen. Dabei wird Mangold als hochwertiges Saftfutter empfohlen – selbstverständlich in angemessenen Mengen. Ebenso wird über den richtigen Zeitpunkt des Absetzens der Jungtiere gesprochen. Die Anwesenden sind sich einig, dass ein Absetzen nach etwa fünf Wochen sinnvoll ist. Mit rund sieben Wochen sollten die Jungtiere vereinzelt werden, indem die Häsin aus dem Wurfstall genommen wird.
Nach dem offiziellen Teil folgt die Besichtigung der Zuchtanlage. Dort können wir dreifarbige Zwergschecken bewundern. Besonders interessant ist die Haltungsform: Die Tiere leben in Familienverbänden, sodass die Häsinnen gemeinsam mit ihrem Nachwuchs in Gruppen zusammenbleiben. Großzügige Auslaufmöglichkeiten sorgen zusätzlich für eine tiergerechte Haltung. Die Kaninchen präsentieren sich in einem hervorragenden Pflege- und Gesundheitszustand.
Nach der Besichtigung bedankt sich der erste Vorsitzende bei unserem Gastgeber und schließt die Versammlung mit dem traditionellen Züchtergruß: „ Gut Zucht “

