Mit einer Gruppe von 30 Personen sind wir gemeinsam im Bus zur Messe angereist. Die Organisation der Fahrt hat der Hegering übernommen und einige Mitglieder des W168 Emsdetten sind dabei. Die Fahrt über die Autobahn gestaltet sich wie gewohnt problematisch. Die Baustelle auf der A1 scheint einfach kein Ende zu nehmen.
Nach unserem Start um 09:10 Uhr erreichen wir kurz vor 11:00 Uhr das Messegelände. Zu Beginn erkunden wir die Ausstellung zu viert, doch nach kurzer Zeit trennen sich unsere Wege – jeder hat andere Interessen und man verliert sich dabei aus den Augen. Ich starte meinen Rundgang bei den Messern. Das Sortiment ist überschaubar: Von zahlreichen indischen und türkischen Händlern bis hin zu renommierten Schmieden wie Schmiedeglut ist alles vertreten. Besonders interessant finde ich die Möglichkeit, dort Messer nach Wunsch anfertigen zu lassen – ich werde mir definitiv die Webseite anschauen.
Im Bereich der Feuerwaffen entdecke ich sowohl Lang- als auch Kurzwaffen, und nahezu alle namhaften Hersteller sind präsent. Einige der halbautomatischen Gewehre erinnern mich weniger an Jagdausrüstung, sondern eher an militärische Einsatzmittel.

Dennoch zieht es das Publikum vermehrt zu den klassischen Gewehren. Das teuerste Exemplar, das ich sehe, ist kunstvoll graviert – eine Mischung aus KI-Technologie und der kreativen Expertise der Graveure. Der Preis für dieses Meisterwerk liegt bei stolzen 43.845 Euro – etwas für gut betuchte Sammler.

Bei Browning entdecke ich das bekannte Typ „Winchester-Gewehr“, und für ein hochwertiges, solides Gewehr bezahlt man hier rund 2000 Euro.

Auch das Angebot an Pistolen überzeugt, insbesondere die Glock-Modelle: Hier stehen acht Varianten zur Begutachtung bereit, mit Preisspannen um die 1000 Euro. Eine Version für Schalldämpfer ist ebenfalls zu sehen; optisch ein wenig ungewöhnlich, da der Lauf funktional aus dem Gehäuse herausragt. Passende Munition gibt es in allen erdenklichen Kalibern – von .22 Hornet bis 10.3×68 Mag.


Ein weiteres Highlight der Messe ist eindeutig der Bereich Optik. Hier wird für jeden Geldbeutel etwas geboten – von preiswerten Ferngläsern für rund 100 Euro bis hin zu Modellen, die bei Zeiss und anderen Anbietern locker die 4000-Euro-Marke übersteigen. Neben hochpreisigen Produkten beeindruckt besonders die Vielfalt auf diesem Gebiet.
Selbst Fahrzeuge kommen nicht zu kurz: Ein Outdoor-Parcours ermöglicht einen Eindruck von Geländewagen und deren Tauglichkeit bei extremen Steigungen und ungünstigen Bedingungen. Abgerundet wird das Messeangebot durch eine Vielzahl von Zubehör – vom Hochsitz über spezialisierte Wohnwagen bis hin zu praktischen Utensilien wie Klappspaten ist wirklich alles dabei.
Natürlich darf auch das Thema „Hund“ nicht fehlen – schließlich trägt die Messe diesen Namen. Verschiedene Hunderassen werden vorgestellt, und Zuchtvereine berichten über ihre Arbeit sowie die Ziele und Aufgaben hinter den jeweiligen Rassen.
Am Ende war es ein äußerst informativer Tag mit einer beeindruckenden Bandbreite an Themen und Produkten. Die Messe hatte wirklich viel zu bieten, und ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe im Jahr 2027.
Bis dahin – Weidmannsheil!

